Ökologische Baubegleitung

Ökologische Baubegleitung ist ein Prozess, der während Bauprojekten angewendet wird, um sicherzustellen, dass ökologische Belange und der Schutz der Natur angemessen berücksichtigt werden. Das Ziel ist die Minimierung negativer Umweltauswirkungen und die Förderung nachhaltiger Bauentwicklung.

Umweltbaubgleitung Glasfaserausbau Zossen

Als Umweltbaubegleitung sorgen wir dafür, dass Infrastrukturprojekte in Zossen fachlich sicher, transparent und naturverträglich umgesetzt werden. Beim Breitbandausbau in Dabendorf haben wir die Baukolonnen vor Ort begleitet, den Trassenverlauf mit Blick auf Baum- und Wurzelschutz optimiert und alle Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen durchgesetzt. Dazu zählen die Beratung zur baumschonenden Leitungsführung, die Auswahl geeigneter Bauverfahren sowie die regelmäßige Kontrolle der Ausführung – inklusive Berichtswesen gegenüber der Unteren Naturschutzbehörde. So stellen wir die Rechtssicherheit der Arbeiten sicher und minimieren Eingriffe in Bäume, Wurzeln und Schutzgüter.

Für die Gemeinde bedeutet unsere Begleitung Planungssicherheit, weniger Konflikte im Bauablauf und geprüfte Qualität. Bereits vor Start der Grabungen stimmen wir Vorgehen und Technik ab, begleiten Bauanlaufbesprechungen, markieren sensible Bereiche und legen Handschachtung fest, wo es die Situation erfordert. Im Projekt wurden beispielsweise enge Abschnitte mit Baumkonflikten identifiziert, für die geschlossene Bauweisen wie Druckluft- oder Horizontalbohrverfahren vorgesehen wurden; sensible Zonen wurden deutlich markiert und die Wegführung entsprechend angepasst.

Im Tagesgeschäft vor Ort setzen wir auf baumschonende Verfahren. Unter Pappeln wurden zunächst nur die obersten Bodenschichten mit kleinem Gerät abgetragen, tiefer liegende Bereiche dann per Hand erschlossen; Straßenquerungen erfolgten punktuell über kleine Schächte mit Druckluftrakete. Kabelverläufe wurden möglichst in wurzelarmen Randbereichen geführt; die Verlegetiefe lag abhängig von Abschnitt und Bauweise meist bei rund 60 cm. Diese Vorgehensweise reduziert das Risiko größerer Wurzelverletzungen und vermeidet Stammschäden sowie unnötige Baustelleneinrichtungsflächen im Grün.

Wo nötig, greifen wir korrigierend ein. So wurde bei festgelegter Handschachtung der Baggereinsatz untersagt und die Nachsorge für entstandene Wurzelverletzungen eingefordert – inklusive sauberem Rückschnitt und Fotodokumentation. Unser Anspruch ist es, Schäden an Fein- und Haltewurzeln zu verhindern, größere Verletzungen zu vermeiden und die Dokumentation so zu führen, dass Nacharbeiten nachvollziehbar und prüffest sind.

Auch naturschutzfachlich behalten wir die Umgebung im Blick: Wir prüfen während der Bauarbeiten fortlaufend auf Hinweise geschützter Arten und Habitatstrukturen und passen Zeitfenster oder Methoden an, wenn es der Artenschutz erfordert. Dank strukturierter Ortsbegehungen, gezielter Schachtlagen außerhalb der Kronentraufe und baubegleitender Boden- und Wurzelbeurteilungen konnten in mehreren Abschnitten keine relevanten Wurzeln festgestellt werden – ein Indiz für geeignete Trassenwahl und Bauverfahren.

Unser Fazit: Für Auftraggeber, Gemeinde und Umwelt entsteht gleichermaßen Mehrwert. Die Gemeinde profitiert von geordneten Abläufen und weniger Folgeschäden, der Projektträger von Rechtssicherheit und planbaren Bauzeiten, und der Baum- und Naturschutz von konsequent umgesetzten Schutzmaßnahmen – von der Handschachtung über geschlossene Bauweisen bis zur lückenlosen Berichterstattung. So bringen wir leistungsfähige Infrastruktur und lebenswertes Stadtgrün zusammen.